Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
Die Landtagsgrünen haben heute (Dienstag) ihre Vorschläge für die weitere Beratung und Beschlussfassung zu den Baumaßnahmen im Plenartrakt des Leineschlosses vorgestellt. Darin sprechen sie sich erneut gegen einen Neubau und für die Sanierung des Oesterlen-Baus aus. "Unser Konzept zeigt auf, wie mit deutlich geringeren Kosten deutlich mehr Platz und mehr Licht geschaffen werden können", sagten die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gabriele Heinen-Kljajic und der hannoversche Abgeordnete Enno Hagenah bei der Vorstellung der Pläne, die in Zusammenarbeit mit Fachleuten entwickelt worden sind.

Gabriele Heinen-Kljajic und Enno Hagenah präsentieren Vorschläge zum Umbau des Plenarsaales (im Hintergrund)
Ausgangspunkt ist ein im Dezember 2011 vom Landtagspräsidenten Dinkla vorgestelltes Gutachten zur Sanierung. Die Grünen-PolitikerInnen wollen dieses Modell mit "maßvollen und bestandsorientierten Ergänzungen" um sechs Punkte erweitern. Dazu gehören Lösungen, die Barrierefreiheit und zusätzliche Raumqualität zum Beispiel durch Tageslicht bieten.
"Mit diesem Vorschlag wird dem Denkmalschutz wieder zum Recht verholfen. Auch mit den zusätzlichen Maßnahmen liegen die Kosten für die Sanierung des Plenarsaals deutlich unter denen, die für einen Neubau veranschlagt werden müssen", sagten die Grünen-Politiker.
Das vom Landtagspräsidenten Hermann Dinkla im Dezember 2011 vorgestellte Sanierungsgutachten geht von Kosten in Höhe von 20,8 Mio. Euro aus. Laut Auskunft der Planer sind darin auch bereits 85 bis 90 Prozent der Kosten für die energetische Sanierung des Gebäudes berücksichtigt. Allein für die moderne Lüftung mit Wärmerückgewinnung ist z.B. ein Betrag von etwa 4 Mio. Euro veranschlagt; außerdem erhält das Dach endlich die notwendige Wärmedämmung und wird nach diesen Plänen neu mit Kupfer gedeckt.
Nach der Vorlage dieses Gutachtens ist die Behauptung, dass eine Sanierung deutlich teurer würde als ein Neubau, nicht länger zu halten.
Wir stellen fest: Mit dieser Berechnung wird dem Denkmalschutz wieder das nötige Gewicht eingeräumt; der Erhalt ist eindeutig wirtschaftlich und kalkulierbar.
Die im Gutachten benannten rd. 21 Mio. Euro für die Sanierung enthalten auch einen Millionenbetrag für die Herrichtung der Eingangshalle im Leineschloss und des Lichthofes und einen 10prozentigen Sicherheitsaufschlag. Da diese Kosten auch bei einem Neubau zusätzlich einzukalkulieren sind, sollten sie im direkten Vergleich der Varianten nicht ausschließlich in der Kostenkalkulation der Sanierung aufgeführt werden.
Ohne diese Aufschläge betragen die reinen Sanierungskosten aus dem Gutachten nur gut 16 Millionen Euro.
Das Konzept der Grünen schlägt vor, mit maßvollen und bestandsorientierten Ergänzungen zur Sanierung, eine zeitgemäße Gestaltung mit Respekt zum Bestand zu erarbeiten. Das entspricht dem Herangehen privater Bauherren, wenn ihnen Auflagen für ein denkmalgeschütztes Gebäude erteilt werden.
(Die Preise sind Schätzwerte, z.T. nach Abzug ersparter Instandhaltung):




Damit ergeben sich Sanierungs- und Umbaukosten von insgesamt nur 25 bis 30 Mio. €.