

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
seit Jahren wird die Realisierung einer RegioStadtbahn im Großraum Braunschweig diskutiert. Aufgrund von Kostensteigerungen haben die bisherigen Pläne derzeit jedoch nur noch geringe Chancen der Realisierung. Wir haben daher ein Konzept erarbeitet, wie sich das Projekt in anderer Form bei deutlich geringeren Kosten unter den derzeitigen Rahmenbedingungen realisieren lässt und damit kontroverse Diskussionen in der Region ausgelöst.
Nachfolgend möchten wir Ihnen die Ausgangsbedingungen und unser neues Konzept kurz erläutern.
Warum haben wir eine Weiterentwicklung des RegioStadtbahn-Konzepts vorgeschlagen?
Das Konzept einer RegioStadtbahn (RSB) 2.0 ist in Reaktion auf die jüngsten Wirtschaftlichkeitsberechnungen des Ursprungskonzepts entstanden.
Allein für 2011 hat das Land 32 Mio. Euro für den Streckenausbau und 15 Mio. Euro für Fahrzeugbeschaffung eingestellt, die die Region verlieren würde, wenn sie nicht endlich ein umsetzbares Konzept vorlegt. Wir wollen verhindern, dass die Region Braunschweig beim Wettbewerb um ohnehin knappe Mittel leer ausgeht, weil die Kostenentwicklung eine Förderung unmöglich macht. Entscheidend ist der Faktor Zeit. Im Moment zweifelt selbst der ZGB an der Finanzierbarkeit des alten Projekts und die Mittel werden nicht ewig für unsere Region reserviert bleiben. Deshalb muss aus unserer Sicht jetzt umgesteuert werden. Denn bis spätestens 2014 müssen Schienenverkehre im ZGB neu vergeben werden: Da Planung, Ausschreibung und Fahrzeugbeschaffung einen zeitlichen Vorlauf von mehreren Jahren haben, müssen wir zeitnah ein realisierbares Konzept vorlegen, wenn wir in Zukunft ein attraktives ÖPNV Angebot haben wollen.
Wie soll der Plan B funktionieren?
Die von uns vorgeschlagene Weiterentwicklung des RSB Konzepts sieht eine bessere Verknüpfung des Eisenbahnnetzes mit der Stadtbahn vor. Gleichzeitig sollen neue Haltepunkte reaktiviert oder zusätzlich gebaut werden. Ziel ist es, die Fahrgäste schneller und bequemer in die Innenstadt Braunschweigs zu bringen und für alle BürgerInnen der Region ein bezahlbares und attraktives Nahverkehrsangebot zu machen. Um dies zu bewerkstelligen müssten neue Verknüpfungspunkte zwischen Straßenbahn und Eisenbahn entstehen. Die Straßenbahn müsste hierzu an einzelnen Punkten an die Eisenbahn herangeführt werden.
Die von Westen kommenden Regionalzüge aus Hannover und Hildesheim könnten über den Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Gliesmarode geführt werden. Auch die Linien aus Uelzen und Gifhorn, aus Salzgitter Lebenstedt sowie aus Goslar / Bad Harzburg könnten über den Bahnhof Gliesmarode geführt werden. Später wäre auch über einen Haltepunkt Braunschweig-Stadion eine Verbindung nach Wendeburg möglich.
Züge aus Magdeburg und Helmstedt, aus Wolfsburg, aus Wolfenbüttel oder Salzgitter Bad könnten zu einem Innenstadtbahnhof am Europaplatz geführt werden. Hierzu müsste die vorhandene Gleistrasse der Eisenbahn reaktiviert und elektrifiziert werden.
Welche Vorteile hätte das neue Konzept?
Das Beispiel Aachen zeigt, dass vergleichbare Konzepte erfolgreich sind. Hier konnte durch die Verdichtung des Eisenbahnnetzes und eine intelligente Verknüpfung mit dem Busnetz (die Straßenbahn wurde vor Jahrzehnten zurückgebaut) ein erheblicher Fahrgastzuwachs erzielt werden, der nun zur Diskussion um eine Wiederinbetriebnahme der Straßenbahn geführt hat.
Wir werden das Konzept in den nächsten Wochen detailliert in der Öffentlichkeit vorstellen.
Gabriele Heinen-Kljajic
Unterlagen zum Thema finden Sie unter:
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Seit 1996 lebe ich in Braunschweig und habe schnell die ganze Region bis in den Harz zu schätzen gelernt.
Selbstverständlich liegen mir politisch nicht nur Braunschweiger Angelegenheiten sondern die Probleme der gesamten Region am Herzen. Da wir Grünen nicht in jedem Wahlkreis mit eineR AbgeordneteN vertreten sind, betreue ich als Wahlkreisabgeordnete vor allem auch Wolfsburg und die Landkreise Wolfenbüttel und Helmstedt. Als Ansprechpartnerin stehe ich aber selbstredend allen Bürgerinnen und Bürgern der Region um Braunschweig zur Verfügung
Leider ist es zeitlich nicht immer möglich, bei jeder Veranstaltung oder Versammlung vor Ort zu sein, aber Sie können mich gerne in allen Fragen kontaktieren. Ich werde versuchen, im Rahmen meiner Möglichkeiten zu helfen.
Vor Ort nimmt zur Zeit das Atommülllager Asse II einen breiten Raum meiner politischen Arbeit ein. Der in der Asse eingelagerte Atommüll, obwohl im Salzgestein angeblich für Jahrtausende sicher, erweist sich schon 30 Jahre nach Abschluss der Einlagerung als tickende Zeitbombe. Über Jahrzehnte haben Wissenschaft und Politik der Öffentlichkeit als Forschung verkauft, was in Wahrheit nichts anderes als ein billiges Atommüllendlager war. Zur Aufklärung der Vorgänge hat der Landtag im Juni 2009 einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss eingesetzt, dem ich als stellvertretendes Mitglied angehöre. Aktuelle Informationen finden Sie auf unserer Asse-Sonderseite. (siehe Button rechts)
Neben meinen Anfragen im Landtag, die die Region betreffen, finden Sie hier auch Links zu BürgerInneninitiativen zu den entsprechenden Themen.