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Lebenslanges Lernen ist als Schlagwort in aller Munde. Die berufliche und allgemeine Weiterbildung bekommt eine zunehmend wichtigere Bedeutung. Trotzdem ist es unserer Gesellschaft immer noch nicht gelungen, den verfassungsrechtlichen Anspruch des "Rechts auf Bildung für alle" auch tatsächlich in der Bildungspraxis durchzusetzen. Teilhabe an Bildung ist in Deutschland noch immer stark an soziale Herkunft und Bildungshintergrund gekoppelt. Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung existiert nur auf dem Papier – auch im Bereich der Weiterbildung. Untersuchungen belegen immer wieder, dass Angebote der Weiterbildung ebenso wie das Recht auf Bildungsurlaub im Wesentlichen von denen wahrgenommen werden, die im Fachjargon als "bildungsnah" bezeichnet werden.
Weiterbildung für alle
Erwachsenenbildung ist ein zentraler Kontenpunkt im Netzwerk Lebenslangen Lernens. Weiterbildungangebote müssen daher flächendeckend verfügbar, allen gesellschaftlichen Gruppen zugänglich und zudem attraktiv und bezahlbar sein.
Durch den Ausbau der Angebote für den zweiten Bildungsweg und Kurse für MigrantInnen kann eine nachhaltige Einbindung ins kulturelle Leben unserer Gesellschaft unterstützt werden.
Orientierungshilfe für Lebenslanges Lernen schaffen
Die Qualifizierung der Menschen durch Lebenslanges Lernen ist ohne unterstützende Strukturen eines Bildungsberatungssystems nicht oder nur sehr begrenzt realisierbar. Ein Ausbau der Bildungsberatung ist zwingende Voraussetzung, um die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems zu erhöhen und die Teilnahmequote an Weiterbildungsmaßnahmen zu steigern. Auch als zentraler Baustein zur Bekämpfung des Fachkräftemangels ist daher der Ausbau einen unabhängigen regionalen Bildungsberatung, die sich auf gemeinsame Qualitätsstandards verpflichtet, in Niedersachsen unbedingt notwendig.