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Die niedersächsische Hochschulpolitik muss zukunftsfähig werden

Studiengebühren abwählen!

Die Bilanz der schwarz-gelben Hochschulpolitik in Niedersachsen: Drastische Mittelkürzungen, Einführung unsozialer Studiengebühren, weniger Qualität in der Ausbildung, sinkende Absolventenzahlen und ein nicht ausreichender Ausbau der zukünftig notwendigen Studienplätze.

Wir Grünen wollen keine Hochschulpolitik, die vom Finanzminister bestimmt wird. Wir wollen eine zukunftstaugliche Wissenschaftspolitik, die aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Anforderungen gleichermaßen gerecht wird:

  • Die Zahl der Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen in Niedersachsen muss massiv erhöht werden, damit sich der herrschende Fachkräftemangel nicht weiter verschärft und wir unsere wirtschaftliche und innovative Wettbewerbsfähigkeit nicht verlieren. Dazu bedarf es wesentlich mehr Studienanfängerplätzen, als bislang geplant.
  • Der Ausbau der Studienplätze muss auf qualitativ hohem Niveau erfolgen. Der Weg der amtierenden Landesregierung, durch Absenkung der Betreuungsrelation zwischen Lehrenden und Studierenden zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, ist eine Billigvariante, die wir entschieden ablehnen.
  • Die Finanzierung der verbesserten Studienbedingungen und einer qualitativ hochwertigen Lehre sollen teilweise durch einen Bildungsfonds abgedeckt werden, in den die Erlöse aller zukünftigen Veräußerungen von Landesvermögen einfließen. An dessen Ausgestaltung werden die Hochschulen aktiv beteiligt.
  • Das Erststudium für Bachelor und Master muss in Niedersachsen wieder gebührenfrei sein! Die derzeitigen Studiengebühren sind unsozial und schrecken insbesondere junge Menschen aus bildungsfernen und einkommensschwachen Schichten ab.
  • Das BAFÖG ist dringend an die gestiegenen Lebenshaltungskosten der Studierenden anzupassen.
  • Wir wollen die disziplin- und fachübergreifende Zusammenarbeit in Forschung und Lehre zur Bearbeitung praxisrelevanter Problemstellungen (z.B. demographischer Wandel) mit eigenen Methoden und unter Einbeziehung von Praxisakteuren weiter stärken. So werden Hochschulen und Studierende fit gemacht für die neuen Herausforderungen und Niedersachsen kann ein ganz eigenes Wissenschaftsprofil entwickeln.
  • Die Autonomie der Hochschulen ist weiter auszubauen. Die Übertragung des Berufungsrechts, der Bauherreneigenschaft und der strategischen Entscheidung über die Ausrichtung würden eine weitere Effizienzsteigerung bewirken.
  • Durch eine stärkere Kooperation und Vernetzung der niedersächsischen Hochschulen untereinander sowie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen lassen sich Synergieeffekte nutzen und eine stärkere Profilierung erreichen.
  • Frauen sind im Hochschulbetrieb immer noch unzureichend beteiligt. Dies gilt im internationalen Vergleich als eklatantes Exzellenzdefizit. Frauen sollen daher auf allen Ebenen des Wissenschaftsbetriebs gleichberechtigt vertreten sein.

 

 

Zusätzliche Information

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