Gabriele Heinen-Kljajić MdL

Ihre Landtagsabgeordnete für Braunschweig und Wolfenbüttel
Ministerin für Wissenschaft und Kultur

„Wie wir mit Bildung Perspektiven schaffen": Podiumsdiskussion in Göttingen

Was läuft gut bei der Integration Geflüchteter mithilfe unserer Bildungsangebote und wo sind Verbesserungen nötig? Unter dieser Fragestellung diskutierten am 31.08.2016 Imke Byl, Rolf Becker, Dietmar Linne und Gabriele Heinen-Kljajic miteinander und mit dem Publikum im Jungen Theater in Göttingen. Zu der Podiumsdiskussion waren ca. 80 ehrenamtlich Engagierte, LehrerInnen und SchülerInnen gekommen, um sich über die aktuellen Bildungsangebote für Geflüchtete zu informieren und um Anregungen mitzugeben. Im ersten Part der Podiumsdiskussion ging es um Sprachangebote für Geflüchtete in Bildungseinrichtungen für Erwachsene und in einem zweiten Teil um die Integration Geflüchteter an Schulen. Hier wünschten sich einige SchülerInnen vor allem, dass Geflüchtete nicht in separaten Klassen unterrichtet, sondern in bereits bestehende intergiert würden. So sei es leichter, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Allgemein wurde der Zugang zu Sprachkursen als zu bürokratisch beschrieben. Durch die Regelungen des BAMF (Bundesamt für Migration und Flucht) würden nach wie vor Geflüchtete anhand des Aufenthaltsstatus beziehungsweise der Bleibeperspektive von Kursen ausgeschlossen. Gabriele Heinen-Kljajic sprach sich für einen schnellen und unkomplizierten Bildungszugang für alle Geflüchteten aus – man könne nicht die Hälfte im Regen stehen lassen. Zudem stellte sie fest, dass es vor allem weniger Bürokratie und mehr passgenaue sowie flexible Angebote für Geflüchtete in der Erwachsenenbildung brauche. „Wir müssen Flüchtlinge dort abholen, wo sie stehen“ sagte Gabriele Heinen-Kljajic, was nur mit einem klugen Sprachunterricht gelinge. Eine gelungene Integration müsse früh einsetzen, lückenlos und im Maßnahmenkatalog anschlussfähig sein. Sprachvermittlung müsse daher schnell beginnen und im Sinne einer Bildungskette kontinuierlich fortgeführt werden. Es dürften keine langen Wartezeiten bis zur Erlangung eines sicheren Aufenthaltsstatus entstehen. Das Land habe hier bereits viel getan und Geld bereitgestellt, um Bildungsangebote an Hochschulen und in der Erwachsenenbildung anzubieten.



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